verdienen, neben dem Job im Bundestag?
Gegen die Offenlegung ihrer “Nebeneinkünfte” haben Anfang 2006 sechs Abgeordnete des Bundestags Klage beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Zu den Klägern zählen Max Straubinger (CDU/CSU), Friedrich Merz (CDU/CSU), Siegfried Kauder (CDU/CSU), Wolfgang Götzer (CDU/CSU), Marco Wanderwitz (CDU/CSU), Heinrich Leonard Kolb (FDP), Sibylle Laurisch (FDP), Hans-Joachim Otto (FDP) und Peter Danckert (SPD).
Interessant wird es dann, wenn man sich die einzelnen Herrschaften mal genauer anschaut und z.B. sieht, dass Friedrich Merz neben seiner Tätigkeit im Bundestag noch Partner bei der internationalen Anwaltssozietät Mayer, Brown, Rowe & Maw LLP is. Als wenn das nicht reichen würde, sitzt er noch im Aufsichtsrat der BASF AG, IVG AG (Vergütung 2006: 34.619,18 €), Interseroh AG (Vergütung 2006: 10.000,00 € netto), DBV-Winterthur Holding AG, AXA Versicherung AG (bis 19.4.2007) (Gesamtvergütung 2006 des Beirates (9 Mitglieder): 66.000,00 €) und der Deutsche Börse AG (Vergütung 2006: 100.000,00 €), im Beirat der Commerzbank AG sowie der AXA Konzern AG und im Verwaltungsrat der Stadler Rail AG. Zu den hier genannten Bezügen kommt natürlich noch u.a. die Aufwandsentschädigung eines Abgeordneten des Bundestags in Hohe von zur Zeit 7.009 € brutto im Monat (ergibt aufs Jahr gerechnet 84.108 €).
Es sei gesagt, dass Herr Merz an allen Nebentätigkeite soviel verdient, dass er jeweils in Stufe 3 (mehr als 7.000 € Einkünfte monatlich) eingestuft wird. Er ist weiterhin auch mit Abstand derjenige der von den Klägern gegen die Veröffentlichung der Nebeneinkünfte an meisten Tätigkeiten neben der Mitgliedschaft im Bundestag hat.
Wenn man davon ausgeht, dass Herr Merz als Anwalt und Partner in der Sozietät Mayer, Brown, Rowe & Maw LLP auch keinen Hungerlohn verdienen wird und trotz seiner beschränkten Zeit ein Magnet für große Mandate ist, dann dürfte das unter dem Strich ein relativ stattliches Gehalt im Monat sein, was der Herr da “nebenbei” verdient.
Ich finde es sehr faszinierend, wieviel Power die Herren haben, dass sie neben ihrer politischen Arbeit offenbar noch soviel Arbeit in der Wirtschaft leisten können, dass dabei solche Summen herauskommen … oder sollte das Geld in der Wirtschaft für politische Arbeit gezahlt werden? Man weiss es nicht …