Archive for October, 2007

Make the most of Vertragsabschluss (2.)

am 29.10.2007

Zweite Rückmeldung bei großem Mobilfunkanbieter, man könne so langsam, nachdem man den Vertrag der niemals existierte ja freundlicherweise storniert hat, mal das zu unrecht abgebuchte Geld zurücküberweisen.

Am nächsten Morgen klingelte das Telefon und man informierte mich, dass ich doch Verständnis für die etwas zeitintensiveren Abläufe in so großen Unternehmen haben müsse. Es sei alles notwendige veranlasst, man wisse aber auch nicht, wann das Geld denn überwiesen werden würde.

Ich überlege gerade, ob die Mobilfunkriesen ihren Kunden auch mit derart Verständnis begegnen, wenn es um die Begleichung von Rechnungen geht … ach egal.

Von der Unmöglichkeit und anderen Märchen

am 17.10.2007

Wie wir alle wissen, neigen brennende Autos nicht dazu irgendwann zu explodieren (entgegen der h.M., die viele Action-Filme gerne vertreten), ebenso verhält es sich (in der Regel) mit Gas welches ausströmt - denn es muss immer ein Gemisch innerhalb der Explosionsgrenze entstanden sein (bei Benzin sind das z.B. 0,6-8 Vol. %), darüber hinaus bedarf es einer Zündquelle und der Stoff muss “gasen” (der Siedebereich von Benzin ist z.B. 35-210°C).

Heute morgen wurde ich jedoch durch einen Knall aus dem Schlaf geweckt, der das ganze Haus erbeben ließ. Wie ich vorhin herausgefunden habe, hat man bei einem Haus in der Umgebung am Anbau gearbeitet, dafür im Garten rumgebaggert und dabei einfach die Gasleitung vom Haupthaus “abgerissen” - einige Sekunden später ist selbiges dann explodiert.
Mich hat aber etwas irritiert, dass e.ON Hanse offenbar erst vier Stunden nach dem “Vorfall” in der Lage war die betroffene Gasleitung abzusperren.

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RIAA ./. Usenet.com

am 17.10.2007

Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, bis die Musikindustrie sich das Usenet vorknöpfen würde. Nun ist es passiert und die RIAA (bzw. die Majorlabels Arista Records, Atlantic Recording, BMG Music, Capitol Records, Caroline Records, Elektra Entertainment Group, Interscope Records, LaFace Records, Maverick Recording, Sony BMG Music Entertainment, UMG Recordings, Virgin Records America, Warner Bros. Records und Zomba Recording) hat vor einem Bezirksgericht in New York klage gegen den Usenet-Provider Usenet.com eingelegt.

Das Problem in diesem Prozess ist nicht umbedingt, ob es im Usenet tatsächlich die beanstandeten Inhalte gibt, sondern eher was für eine Rolle die Usenet-Provider einnehmen, da das Usenet dezentral ist und der jeweilige Provider die Inhalte streng genommen nur cached.
Die RIAA argumentiert, dass Usenet.com “damit wirbt ein Zufluchtsort für diejenigen zu sein, die Raubkopien suchen” , quasi die einzige sichere Möglichkeit Musik herunterzuladen nachdem viele Tauschbörsen mittlerweile überwacht werden (Zitat Usenet.com Website: “Shh… Quiet! We believe it’s no one’s business but your own what you do on the Internet or in Usenet. We don’t track user activity.”) und viele, auch bei Usenet.com angebotene Gruppen, nur zum Zweck der Verbreitung von illegalen Kopien geschützter Inhalte existieren würden.

Kinder werden zum Agent Provocateur

am 13.10.2007

Laut diesem Bereich von Spiegel Online hat Familienministerin Ursula von der Leyen ihren Gesetzesentwurf, Kinder als Testkäufer für Alkohol, Zigaretten und Gewaltvideos zu nutzen, nun insofern präzisiert, dass die “eingesetzten” Kinder mindestens 14 Jahre alt sein müssen - in der Regel aber zwischen 16 und 18 Jahre alt sein sollen.

Mal von der rechtlichen Situation ganz abgesehen, muss ich mir mal in einem ruhigen Moment überlegen was ich moralisch von der Idee halte, Kinder ab 14 Jahre für Testkäufe einzusetzen. Was wäre die nächste Stufe? Sich Kindern als Köder zur Ergreifung von Pädophilen zu bedienen? Und wie würde man dem Kind verständlich machen, dass der ganze Krams zwar nicht gut ist, es aber im Rahmen der Testkäufe problemlos an die Waren kommt und vielleicht dadurch auch schon in gewisser Weise abstumpft.

Tempo-30-Zone Reloaded

am 13.10.2007

Der Eingabenausschuss der Freien und Hansestadt Hamburg hat mir gestern mitgeteilt, dass man eine 100m lange Tempo-30-Zone, die sich keinen Kilometer (auf dem sich keine nutzbaren Ausweichwege für LKW befinden) vor einem Verkehrszeichen 253, in einem Wohngebiet vor einer größeren Kreuzung, befindet, geeignet sieht, dem folgendem Zweck zu dienen:

[…] dient wie sonst auch der allgemeinen Verkehrsberuhigung im Interesse und zum Schutz der ansässigen Wohnbevölkerung. Dazu gehört auch, dass der Fahrweg über die Straße für alle Kraftfahrzeugführer einschließlich des Schwerlastverkehrs durch die erforderliche Geschwindigkeitsreduzierung u.U. unnattraktiver wird, so dass diese Wegverbindung teilweise gemieden wird.

Ich bin begeistert, denn jetzt steht es Meinung gegen Meinung - das hiesige Amtsgericht sieht das mit der Tempo-30-Zone übrigens etwas anders und hat sie in Urteilen bereits einfach unter den Tisch fallen lassen. Hilft mir nur leider nicht.

Da ich bereits im Schreiben mit Rechtsmitteln gedroht habe, die natürlich wieder unnötige Kosten erzeugen würden, wundert es mich umso mehr, dass man in der Behörde nichtmal Argumente zu Tage gefördert hat, die ich nicht bereits in meinem Anschreiben disqualifiziert habe.

Tschüss Eingabenausschuss, Hallo Verwaltungsgericht.

Schäuble bei Friedmann

am 11.10.2007

Gerade durch Zufall durchgezappt und ein wenig über Kathedralen, Moscheen, CSU ./. CDU, Flugzeuge abschießen und Fussball gehört.

Insgesamt ein eher lascher Auftritt. Sowohl von Friedmann als auch von Schäuble.

Etwas bedenklich war aber Schäubles Antwort auf die Frage von Friedmann, nach der Aussage von Stoiber, dass Kathedralen größer als Moscheen sein müsste.

Schäuble: Aber natürlich, wir sind ein christlich geprägtes Land […].

Zimmerbrand

am 11.10.2007

Zimmerbrand im Arbeitszimmer einer Lehrerin.
Ihr Kommentar während sie mit der Polizei die Löscharbeiten beobachtet: “Klasse, dann muss ich morgen ja gar nicht zur Schule!”

Wir ignorieren Kündigungen

am 11.10.2007

Eigentlich kann man damit schon eine ganze Kategorie füllen, Firmen die Kündigungen ignorieren, Gelder ohne Einzugsermächtigung trotzdem einziehen, sich danach zwar entschuldigen, den Kunden aber trotzdem weiterhin mit Werbung zuschütten.

Es ist in meinen Augen zwar lächerlich, in Fällen wo es nur um ein paar Euro geht, noch weitere Kosten auf dem Rechtsweg zu erzeugen, aber scheinbar lernen es einige Branchen einfach nicht anders.

Grüße in diesem Zusammenhang auch an einen windigen Lotterie-Einnehmer aus Hamburg.

Make the most of Vertragsabschluss

am 10.10.2007

Das Geschäftsgebaren eines großen Mobilfunkanbieters gibt mir zu denken. Kunde schließt einen Vertrag ab, merkt aber noch im Shop, dass ein zuvor angesprochenes, wichtiges Detail nicht im Vertrag geklärt wurde und so wird der Vertrag noch an Ort und Stelle durch den Käufer angefochten und der Verkäufer bestätigt dies. Es wird ein neuer, korrekter Vertrag geschlossen.

Der Shop leitet die Vertragsunterlagen beider Vertragsabschlüsse aber offensichtlich trotzdem an den Mobilfunkanbieter weiter (obwohl ich natürlich nicht sicher bin, inwiefern es da vorgegebene Arbeitsabläufe gibt … also auch bei, durch den Shop, stornierten Aufträgen), aber ohne die Stornierung des ersten Vertrags und so bekommt der Kunde zunächst ein Begrüßungsschreiben und danach seine erste Rechnung.

Obwohl nach Anruf der Hotline zugesichert wird, dass der Rechnungsbetrag nicht abgebucht wird, geschieht dies natürlich und erst nachdem sehr deutlich mit den Säbeln gerasselt wird und ungefähr 6 Wochen nach Vertragsschluss (oder auch nicht) bestätigt der Anbieter, dass der “Vertrag mit sofortiger Wirkung gekündigt” wird.

SMS Empfangsbestätigung

am 10.10.2007

Gerade mal so im stillen Kämmerchen darüber gerätselt, ob es eigentlich die Möglichkeit gibt, den Versand der SMS Empfangsbestätigung zu unterdrücken.
Es ist ja im geschäftlichen E-Mail-Verkehr durchaus üblich nach einer Lesebestätigung zu fragen, aber wieso einige neugierige Zeitgenossen umbedingt wissen wollen wann ich eine SMS empfange sehe ich nicht wirklich ein - insbesondere da der Versand ja doch recht zuverlässig abläuft.

Wenn jemand Anregungen hat, dann wäre ich über Hinweise dankbar. Ansonsten werde ich mal die Hotline eines großen Mobilfunkanbieters bemühen.