RIAA ./. Usenet.com

Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, bis die Musikindustrie sich das Usenet vorknöpfen würde. Nun ist es passiert und die RIAA (bzw. die Majorlabels Arista Records, Atlantic Recording, BMG Music, Capitol Records, Caroline Records, Elektra Entertainment Group, Interscope Records, LaFace Records, Maverick Recording, Sony BMG Music Entertainment, UMG Recordings, Virgin Records America, Warner Bros. Records und Zomba Recording) hat vor einem Bezirksgericht in New York klage gegen den Usenet-Provider Usenet.com eingelegt.

Das Problem in diesem Prozess ist nicht umbedingt, ob es im Usenet tatsächlich die beanstandeten Inhalte gibt, sondern eher was für eine Rolle die Usenet-Provider einnehmen, da das Usenet dezentral ist und der jeweilige Provider die Inhalte streng genommen nur cached.
Die RIAA argumentiert, dass Usenet.com “damit wirbt ein Zufluchtsort für diejenigen zu sein, die Raubkopien suchen” , quasi die einzige sichere Möglichkeit Musik herunterzuladen nachdem viele Tauschbörsen mittlerweile überwacht werden (Zitat Usenet.com Website: “Shh… Quiet! We believe it’s no one’s business but your own what you do on the Internet or in Usenet. We don’t track user activity.”) und viele, auch bei Usenet.com angebotene Gruppen, nur zum Zweck der Verbreitung von illegalen Kopien geschützter Inhalte existieren würden.

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