Archive for December, 2007

events4u / Sie haben gewonnen!

am 28.12.2007

In der Bundesnetzagentur war man offensichtlich kurz vor Weihnachten noch sehr fleissig und hat im Rufnummernportfolio des bekannten Harald Buttinger ordentlich aufgeräumt.
Allein für die 0900 - 3- 004099 sind mehr als 200 Beschwerden bei der Bundesnetzagentur eingegangen, wie aktiv man also beim Rufnummernpingen war, kann sich jeder selber ausrechnen.

Am 14.12.2007 wurden folgende Rufnummern abgeschaltet und ein “Rechnungslegungs- und Inkassierungsverbot” ausgesprochen:

0900 - 3 - 004099
0900 - 3 - 006601
0900 - 3 - 006605
0900 - 3 - 006610
0900 - 3 - 009978
0900 - 3 - 445051

Weiterhin existieren aber noch wesentlich mehr Rufnummern die hiervon betroffen sind, eine Veröffentlichung auf der Informationsseite der BNetzA bleibt abzuwarten.
Die BNetzA in solchen Fällen über Missbrauch zu informieren, sei übrigens jedem empfohlen, denn nur so können derartige Rufnummern zeitnah abgeschaltet werden.

- mehr dazu: Sie haben gewonnen!

[Update 31/12/2007: Anruf]
Die frankfurter Rufnummern von denen der Telefonspam betrieben wird, gehören angeblich der First Communication GmbH, leider ist dort telefonisch niemand erreichbar. Ebenso verhält es sich mit der Muttergesellschaft, der in Düsseldorf ansässigen net mobile AG, denn hier ist weder unter der Hauptrufnummer (”alle Mitarbeiter sind zur Zeit im Gespräch”) noch in der Presseabteilung jemand der ans Telefon geht und auch die “Investor Relations”-Dame mit zwei unterschiedlichen Namen wollte leider nicht ans Telefon gehen.

Kuriose AGB

am 25.12.2007

Manche Klauseln in AGB sollten bei Nutzern schon ein gesundes Maß an Misstrauen hervorrufen.

7. Anmeldung
Anwälte und Beamte sind von der Anmeldung bei “***.com” ausgeschlossen und ein Verstoss kann eine Geldstrafe zur Folge haben.

Tele2 muss (mal wieder) löhnen

am 25.12.2007

Das man im Hause Tele2, was das unterlassen von unerlaubten Anrufen bei Verbrauchern angeht, eher merkbefreit ist, wissen wir spätestens seit diesem Jahr alle, aber das selbst ein im Juni verhängtes Ordnungsgeld in Höhe von 100.000 € die Düsseldorfer offenbar nicht schlauer gemacht hat, hat sich jetzt wieder gezeigt - es wurde, bereits vor einigen Tagen, ein weiteres Ordnungsgeld, diesmal in Höhe von 200.000 € (Az. 38 O 188/04 vom 12.12.2007), verhängt.

Die Kammer hat in ihrer Begründung ausgeführt: “Ordnungsgeldverfahren und Gerichtsentscheidungen konnten die Schuldnerin nicht ausreichend beeindrucken. Unter diesen Umständen ist im Hinblick auf das massive Vorgehen vor der Verhängung von Ordnungshaft gegen die Geschäftsführer nur ein Ordnungsgeld in Höhe von 200.000 € als gerade noch ausreichend anzusehen.”

Pressemeldung der “Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs e. V”

500.000 Eur Schmerzensgeld

am 24.12.2007

In seiner heutigen Ausgabe berichtete das Hamburger Abendblatt heute von einem Vergleich im Prozess einer Jurastudentin gegen den Betreiber des Fahrgeschäftes “Countdown” bzw. seinen Haftpflichtversicherer Generali. Generali stimme lt. Angaben der Zeitung der Zahlung eines Schmerzensgeldes in Höhe von 500.000 Eur zu.

Dell ./. Domaingrabber

am 15.12.2007

Dell hat vor einigen Tagen im Bundesstaat Florida Klage gegen einige der größten Domaingrabber der USA eingereicht.

Zu den verklagten Firmen gehören u.a. BelgiumDomains, CapitolDomains, DomainDoorman, Netrian Ventures und iHoldings.com.
Die genannten Firmen machen es sich zu nutze, dass es ICANN Registraren möglich ist eine Domain für ein paar Tage zu registrieren, in diesen Tagen den Wert der Domain anhand der Besucher herauszufinden, und sie dann ggf. wieder abzustoßen ohne das eine Registrierungsgebühr anfällt (sog. “Domaintasting”).

Laut einem Branchenblog waren die genannten Firmen in den letzten 6 Monaten für 185.650.068 von insg. 255.212.260 Domaintastings verantwortlich.

Call-In TV

am 14.12.2007

Da ich in nächster Zeit einen etwas längeren Artikel zum Thema Call-In TV verfassen möchte, hier mein Aufruf, dass sich Leute die irgendwelche interessanten Erlebnisse (auch gerne der dritten Art) mit Call-In Sendungen oder den beteiligten Firmen gemacht habe, sich bei mir melden mögen.

Über Zuschriften und Hinweise aller Art würde ich mich freuen. Die E-Mail-Adresse zur Kontaktaufnahme lautet abgemahnt@googlemail.com.

Abmahnen … wie man es nicht macht.

am 13.12.2007

Abmahnungen aufgrund von fehlerhaften Widerrufsbelehrungen sind ja mittlerweile nichts besonderes mehr, aber wenn neben einer Abmahnung mit Verweisen auf nicht-existente Urteile auch gleich eine private Kostennote über 250€ für “Kostenerstattung Aufwendungen für wettbewerbsrechtliche Abmahnung” auf Grundlage von § 12 Abs. 1 UWG, dann wirds richtig rätselhaft.

Über das angebliche Wettbewerbsverhältnis muss ich hier gar nicht reden - das ist nämlich mehr als an den Haaren herbeigezogen.

Lecker Pastasauce

am 11.12.2007

Gestern Abend ausprobiert und für (sehr) gut befunden, daher möchte ich folgendes Rezept für eine sensationelle
Pastasauce auch niemandem vorenthalten:

Zutaten:
400g Tomatenstücke in Tomatenpüree
2 Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
2 Sträuche Rosmarin
3 Sträuche Thymian
2 Basilikumblätter
1 Lorbeerblatt
Salz / Pfeffer
Weißwein

Zunächst werden die Zwiebeln fein gewürfelt und in einer Pfanne mit Olivenöl anglasiert (nicht anbrennen lassen), danach werden die Knoblauchzehen gepresst dazugegeben, genauso wie 1/2 EL Salz - die Masse muss nun eine Zeit köcheln und mit Weißwein abgelöscht werden (etwa ein Glas).
Den Rosmarin und den Thymian sollte man frisch kaufen, abwaschen, vom Strauch trennen und zerkleinern. Den Basilikum habe ich nur grob zerkleinert. Nun kann man die Gewürze in die Sauce geben und die ganze Masse nochmal nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen.

Je länger die Sauce köcheln kann, desto intensiver wird der Gewürzgeschmackt.

Übrigens, bei Spaghetti würde ich italienische Pasta nehmen, die durch Bronzeformen grepresst wurde (erkennt man an der rauhen Oberfläche) - dort haftet die Sauce nämlich besser.

Bleibt mir nur noch zu sagen, dass man bei der jeweiligen Tagesplanung einbeziehen sollte, dass die Sauce doch etwas Knoblauch enthält ;) Kochzeit sollte unterm Strich etwa 45 Minuten sein.

Sie haben gewonnen!

am 8.12.2007

Was sehe ich eben auf meinem Handy: 1 Anruf in Abwesenheit. Ein Klick auf den Eintrag offenbart eine, mir unbekannte, Rufnummer aus Frankfurt (069/6610…).

Kann ja eigentlich nichts großartig schiefgehen und wer weiss, wer mich da anrufen wollte, daher kurz zurückgerufen und schon erzählt mir eine Bandansage, dass ich gewonnen habe und für meinen Gewinn von bis zu 3.000 EUR lediglich die folgende 0900er Rufnummer (für spottbillige 1,99EUR/Min.) anrufen müsse.

Da ich natürlich keine 1,99EUR löhnen werde, meinen Gewinn aber trotzdem haben möchte, fordere ich hiermit den werten Herrn Harald Buttinger auf, mir meinen Gewinn einfach per Verrechnungscheck (wobei mir ein Barcheck lieber wäre) an die im Impressum genannte Adresse zu schicken.

mehr zum Thema im nächsten Artikel … 

Pornoanbieter gegen Arcor die 2te

am 4.12.2007

Nachdem sich bereits vor einiger Zeit das Hannoveraner Unternehmen Kirchberger Logistik GmbH durch seine Verfügungen gegen den Provider Arcor in die Presse katapultiert hat, geht die Firma Huch Medien GmbH aus Mainz nun einen Schritt weiter - man versucht mittels Eilantrag vor dem LG Frankfurt eine Verfügung gegen Arcor zu erwirken, die es dem ISP verbietet seinen Kunden die Suchmaschine Google zugänglich zu machen.
Oder andersrum gesagt: Arcor soll Google sperren.

Grund für diesen Antrag sei die Möglichkeit über Google, durch Eingabe entsprechender Suchbegriffe, Zugriff auf Websites zu erlangen, die keinen wirksamen Jugendschutzmechanismus nutzen würden.

Rainer Zufall hat übrigens herausgefunden, dass Huch Medien selber ein Pornoportal betreibt - somit dürften die Gründe wohl auch klar sein.

Ich bin übrigens auch der Meinung, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist, aber wieso es zur Zeit ein Trend ist, dass jede Pornoklitsche meint vor Gericht ziehen zu müssen und irgendwelche unsinnigen Verfügungen gegen Dritte zu erwirken, weil der eigentliche Störer nicht zu ermitteln ist, ist mir schleierhaft.
Es wird hier zum wiederholten Male versucht grundlegende Mechanismen des Internet nach eigenem Gutdünken vor Gericht zu manipulieren.