Pornoanbieter gegen Arcor die 2te

Nachdem sich bereits vor einiger Zeit das Hannoveraner Unternehmen Kirchberger Logistik GmbH durch seine Verfügungen gegen den Provider Arcor in die Presse katapultiert hat, geht die Firma Huch Medien GmbH aus Mainz nun einen Schritt weiter - man versucht mittels Eilantrag vor dem LG Frankfurt eine Verfügung gegen Arcor zu erwirken, die es dem ISP verbietet seinen Kunden die Suchmaschine Google zugänglich zu machen.
Oder andersrum gesagt: Arcor soll Google sperren.

Grund für diesen Antrag sei die Möglichkeit über Google, durch Eingabe entsprechender Suchbegriffe, Zugriff auf Websites zu erlangen, die keinen wirksamen Jugendschutzmechanismus nutzen würden.

Rainer Zufall hat übrigens herausgefunden, dass Huch Medien selber ein Pornoportal betreibt - somit dürften die Gründe wohl auch klar sein.

Ich bin übrigens auch der Meinung, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist, aber wieso es zur Zeit ein Trend ist, dass jede Pornoklitsche meint vor Gericht ziehen zu müssen und irgendwelche unsinnigen Verfügungen gegen Dritte zu erwirken, weil der eigentliche Störer nicht zu ermitteln ist, ist mir schleierhaft.
Es wird hier zum wiederholten Male versucht grundlegende Mechanismen des Internet nach eigenem Gutdünken vor Gericht zu manipulieren.

Ein Kommentar zu “Pornoanbieter gegen Arcor die 2te”

  1. Wolf schrieb:

    Huch hat im Heise-Kommentar deutlich genug gesagt, es gehe ihm nicht um eine Google-Sperre. Sondern darum, raus zu kriegen, wie weit die deutsche Justiz geht.

    Mein Kommentar: Jugendschutz schön und gut. Aber Internet abschalten ist als Lösung etwa so diskutabel wie das Kind mit dem Bade auszuschütten. Oder was ist?

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