boocompany.com ist pfutsch

Seit einigen Jahren gibt es im Internet ein neues Geschäftsmodell in Form von Abo-Fallen. Was die Pioniere der Szene, die Gebrüder Schmidtlein, geschaffen haben, wurde mittlerweile von Firmen aus der ganzen Welt kopiert. Sie kommen vermeintlich aus der Schweiz, aus England oder sogar aus Dubai und werden in Wirklichkeit oft jedoch aus Deutschland gesteuert und betrieben.
Die Leichtgläubigkeit von Internetnutzern mit der Geldgier einiger weniger “Unternehmer” gepaart, noch ein paar Anwälte, Inkassounternehmen und Internet-Provider beigemischt, die in rechtlicher Grauzone agieren, ergeben unterm Strich ein explosives Gemisch.

Benutzer in Foren wie antispam.de oder bei boocompany.com jagen derartigen Firmen und da erscheint es nicht abwegig, wenn sich die Betroffenen versuchen mit allen Mitteln zu wehren - dies hat im jüngsten Fall dazu geführt, dass die Website boocompany Offline ist.

Die Domain wurde in der Vergangenheit auf einen Service für anonyme Domainregistrierungen in Vietnam registriert und nun ist die Domain, offenbar nach Beschwerden beim Registrar Direct Information Pvt Ltd., nicht mehr zu erreichen, da der Registrar sie auf “on-hold” gesetzt hat (dies führt u.a. dazu, dass Nameserver die Domains nicht mehr führen).

Die Tatsache, dass im gleichen Zeitraum die Domains boocompany.net .org .biz und .info von der Netability Computer Services Ltd. mit Sitz in Hampshire, England registriert wurden, ist natürlich ein weiterer Fall für Rainer Zufall.

Ein Kommentar zu “boocompany.com ist pfutsch”

  1. Jochen Hoff schrieb:

    Ob die boocompany dauerhaft futsch ist, wird sich zeigen. Zur Zeit hat lanu wohl einen Rettungsplan und wie man bei ihr nachlesen kann auch das Geld zusammen. Zumindest ist sie sehr gerührt.

    http://lanu.blogger.de/stories/1088663/

    Aber es wird sicherlich nach diesem Raubzug auch noch eine andere Konsequenz geben. Da wo es kein Recht gibt, wird natürlich Unrecht sehr schnell zum Gesetz und ich könnte mir vorstellen, das eine freundliche Befragung einiger der schon jetzt bekannten Beteiligten zu ungeahnten Erkenntnissen führen könnte.

    Zum Abschluss halte ich es für sinnvoll auch eine persönliche Unterredung mit letztendlich verantwortlichen zu führen. Bei solchen Sachen zeigt sich sehr schnell, wie international Deutschland heute ist. Information bekommt man überall und dann müssen eben Interessen betont und deutlich durchgesetzt werden.

    Ansonsten haben wir ständig derartige Probleme. Wobei unser Hauptproblem in der deutschen Justiz liegt, der ja alles was Meinungsfreiheit eingrenzt besonders gut gefällt.

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